HIS BROTHER ECHO
mit Augustine Paredes und Roman Steinmetz
16. Mai 2026, 16:00
Overbeck-Gesellschaft

HIS BROTHER ECHO
mit Augustine Paredes und Roman Steinmetz
16. Mai 2026, 16:00
Overbeck-Gesellschaft

In der Klangperformance HIS BROTHER ECHO von Augustine Paredes und Roman Steinmetz entfaltet sich ein poetischer Dialog zwischen zwei widerhallenden Stimmen — inmitten gesellschaftlicher Unruhen, Verschiebungen von Machtverhältnissen und Momenten kollektiver Unsicherheit nach Ruhe, Orientierung und innerem Gleichgewicht suchen. Sprache erscheint dabei nicht nur als Träger von Bedeutung, sondern als körperlich erfahrbarer Klangraum. Das der Performance zugrunde liegende Gedicht (weißt du etwas hierzu?) wird zweimal in umgekehrter Reihenfolge vorgetragen, wodurch Wiederholung, Erinnerung und zeitliche Verschiebung zu zentralen Elementen der Inszenierung werden. Begleitet wird die Performance von mehrkanaligen, hallenden Gesangssynthesizern, die den Raum akustisch verdichten und eine vielschichtige, atmosphärische Hörlandschaft entstehen lassen.

Die Arbeit markiert die zweite Zusammenarbeit von Paredes und Steinmetz nach ihrer gemeinsamen Aufführung von „Grace Act II“ beim Quovadis-Festival. Die Dauer der Performance beträgt etwa dreißig Minuten.


Augustine Paredes ist ein Künstler, der sich der kritischen Ernsthaftigkeit verschrieben hat. Seine künstlerische Auseinandersetzung hat ihre Wurzeln in der postkolonialen philippinischen Identität, in Migration, Sehnsucht sowie der daraus gewachsenen Philosophie und Poetik. Seine fotografische Praxis erstreckt sich auf Poesie, Malerei, Performance sowie Installationen. Paredes präsentierte Einzelausstellungen, Vorträge und Performances im Jameel Arts Center, auf der Diriyah Biennale, im MMCA Korea, auf der Art Dubai, an der NYU, am Middle East Institute, im Fotografie Forum, im Museum Wiesbaden, bei Paulina Caspari und auf der Gulf Photo Plus. Er ist Stipendiat des Vordemberge-Gildewart-Preises, von AIR Offenbach, SEAF, der Art Jameel Research & Practice Platform und der Royal Commission of AlUla.


Roman Steinmetz ist ein in Frankfurt ansässiger Künstler, der an der Schnittstelle zwischen skulpturalen Medien und Klanginstallationen arbeitet. Durch Spieleentwicklung, Filmproduktion und ontologische Fragen untersucht er die Reibung zwischen biologischen Wahrnehmungen und digitalen Phantomen. Steinmetz präsentierte Installationen, Performances und Gemeinschaftsprojekte im Saasfee Pavillon, am Schauspiel Frankfurt, im Robert Johnson, im Hamburger Bahnhof, im Edith-Russ-Haus, in der Spinnerei Leipzig und im Chaos Computer Club. Er absolvierte einen Künstleraufenthalt bei Atlas Electronic in Marrakesch, war Mitbegründer einer experimentellen Klangplattform in Kairo und hielt Vorlesungen an der Deutschen Universität in Kairo.

1  /  3