Oooo: Parole Trixi
3. Juli 2025, 18:00
Overbeck Pavilion
Oooo: Parole Trixi
3. Juli 2025, 18:00
Overbeck Pavilion
Cordula Ditz war Bassistin der Riot-Grrrl-Band Parole Trixi (2001–2004), die mit ihrem Mix aus Punk und Avantgarde für Aufmerksamkeit sorgte. Ihr Song „Seid gegrüßt!“ lief regelmäßig auf Viva und Viva Plus – ein klares Statement gegen stereotype Frauenbilder. Das Album „Die Definition von Süß“ erschien auf dem Label What’s So Funny About von Alfred Hilsberg, mit einem Gastauftritt von Dirk von Lowtzow (Tocotronic) im Song „Mutter“.
In ihrem aktuellen Projekt PAROLE TRIXI spricht Ditz über Musik, künstlerische Prozesse und Erinnerungskultur. Sie teilt ihre Erfahrungen aus der Hamburger Musikszene der 1990er Jahre und zeigt, wie diese Zeit ihre spätere künstlerische Praxis geprägt hat. Als vielseitige Künstlerin arbeitet sie mit Installation, Malerei, Collage, Video, Skulptur, Performance und Musik. Dabei hinterfragte sie Geschlechterrollen und mediale Stereotype und lädt das Publikum ein, über das kollektive Gedächtnis nachzudenken: Wie entsteht es, wie wird es manipuliert – und wie lässt es sich bewahren? Im Fokus standen oft Frauen* und marginalisierte Stimmen in Geschichte und Kultur.
Zum Publikum gehörten intergenerationale Frauen aus Lübeck, die wichtige Vertreter:innen der kulturellen Szene sind: dazu gehörten Mitarbeiter:innen der Lübecker Museen, des Kuratoriums der Kulturkirche St. Petri, sowie Ehrenamtlerinnen des Kunstvereins.
Das Programm O der Overbeck-Gesellschaft, lädt ein – gemeinsam zu hören und zuzuhören. Das Format O bietet einen Rahmen für das gemeinsame Erleben und Reflektieren von Öffentlichkeit, unserer Gesellschaft und Musik. Durch Listening Sessions, Performances, Konzerte und Gesprächsformate soll ein Raum des Austausches geschaffen werden, in dem neues Wissen geteilt und generiert wird.
Zuhören wirkt als transformative Kraft: Es kann Türen öffnen, Halt geben, unterstützen und begleiten. Es erlaubt den Ausbruch aus starren Mustern und ermöglicht tiefe Freundschaften. Dennoch bleibt Zuhören in der Gesellschaft oft unterschätzt und vernachlässigt, obwohl es eine zentrale Rolle für das Miteinander spielen könnte.
Das Programm O folgt der Überzeugung, dass zeitgenössische Kunst einen einzigartigen Reflexions- und Erfahrungsraum bietet. International orientiert, mit Blick auf lokale Ortsspezifika, möchte die Overbeck-Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit eingeladenen Künstler:innen, Musiker:innen, Akteur:innen und Wissenschaftler:innen ebensolche partizipativen und kollektiven Räume des offenen Austauschs entstehen lassen.